Redaktionsbüro

Rainer Heubeck

Aktuelles

Themenangebote aus Australien, Hongkong, Deutschland und Polen

Felsmalereien, mythische Tiere und geheimnisvolle Geister: Der Injalak-Hügel ist für die Aborigines ein heiliger Ort

Im Arnhemland, einem Teil des australischen Northern Territory, sind die Geschichten aus der Traumzeit noch lebendig. Ein Großteil der rund 20.000 Bewohner der Region stammt von den australischen Ureinwohnern ab, viele von ihnen sind scheu, haben mit Weißen nur wenig Kontakt. Der Aborigine Thommo ist spindeldürr, hat einen weißen Bart und eine weiße Zottelmähne, trägt eine zerschlissene blaue Hose – und er raucht eine Zigarette nach der anderen. Er ist einer von mehreren Aboriginals, die die Erlaubnis haben, ausländische Besucher auf den Injalak-Hügel zu führen. Einen heiligen Berg der Aborigines, gemäß der Traumzeit-Legende ist er Sitz des Long Tom-Traums. Auf dem Hügel sind bis zu 8000 Jahre alte Felszeichnungen zu finden, die Geister und Gebräuche darstellen, aber auch Begräbnisstätten.

Abenteuerurlaub bei Büffeln und Krokodilen: Im Sumpfboot durch die Bamurru Plains im Mary River-Delta

Ein Känguru hüpft durchs Gras, kurz darauf starten zwei übermütige Kälber eine Rauferei. Die Szene wird untermalt von krähenden, pfeifenden und zirpenden Lauten, mannigfaltigen Vogelschreien, von sägenden Tönen und vom gellenden Ruf der Wildgänse. Ein ganz normaler Tagesanbruch in der Bamurru Plains Lodge, einem Luxus Safari Camp im australischen Northern Territory, das sich auf dem Gelände einer riesigen Büffelfarm befindet, der Swim Creek Station. Das Safari-Camp umfasst Savannen und Wälder, aber auch ein verzweigtes Feucht- und Überschwemmungsgebiet. Insbesondere diese Floodplains sind ein faszinierendes Vogel- und Tierparadies, das mit Wildlife- und Safari-Erlebnisse lockt, die sonst eher für Afrika typisch sind.

Imposante Termitenhügel und erfrischende Wasserfälle: Der Litchfield Nationalpark im Norden Australiens

Inmitten der weiten, offenen Landschaft des australischen Nordens wirkt der Litchfield Nationalpark, der populärste Nationalpark im Northern Territory, ausgesprochen grün, hügelig und kleinteilig. Besucher lieben den Park, weil es hier keine Krokodile gibt und man deshalb an vielen Stellen gefahrlos schwimmen kann – etwa unterhalb des Wangi-Falls, beim Tjaetaba-Wasserfall und in der Umgebung der Florence Falls. Die Aborigines die hier lebten, führten ein Leben im Einklang mit der Natur – und hatten in dem Park eine Reihe von heiligen Stätten. Imposant sind die meterhohen Termitenhügel am Rande des Nationalparks. Sie wirken fast wie Soldaten in Reih und Glied, weil sie parallel zueinander stehen und identisch ausgerichtet sind.

Galerien, Boutiquen und exzellente Geschäfte mit moderner Kunst: Hongkong Island lohnt sich nicht nur zum Shoppen

Hongkong ist mittlerweile eine Boomtown für Kunst, insbesondere für große Namen und für Maler, die bereits etabliert sind. „Viele Galerien, die sich auf chinesische Kunst konzentrieren, sind hierher gezogen“, berichtet der Kunstliebhaber und Galeriebesitzer Dominique Perregaux. In alten Industriegebäuden im Süden von Hongkong Island, die frei wurden, weil viele produzierende Unternehmen ins chinesische Shenzhen abwanderten, findet sich ein regelrechter Galerie-Cluster. Rossi & Rossi ist hier ebenso vertreten wie „Art Statements“ und die Blindspot Gallery. Im Gefolge der Art Basel Hongkong haben sich zudem weitere führende Galeristen in Hongkong Central niedergelassen. Im Galeriehochhochaus H Queens’ sind unter anderem Hauser & Wirth, Zwirner und Pace mit Dependancen vertreten.

Ein Stundenplan für Hongkong: Viel erleben, wenig zahlen

Der Weg nach Australien ist lang. Wer ein Stopover in Hongkong einlegt, der erspart sich eine 18- oder fast 24stündige Flugreise – und erlebt gleichzeitig eine pulsierende und vielfältige asiatische Metropole. Dabei nützt ein detaillierter Vorschlag für ein zweitägiges Stopover mit ganz viel Hongkong: Von der Fahrt in der Doppelstockstraßenbahn und im Observation Wheel über den Ausflug zum Peak bis zum Besuch der angesagten Rooftop Bars, vom Besuch des Big Buddha in Lantau bis zum Bummel über den Nachtmarkt in der Temple Street – in zwei Tagen lässt sich in Hongkong richtig viel erleben.

Von SoHo nach PoHo: In Hongkong Central auf der Suche nach dem Glück

In Hongkong Central, zwischen SoHo und PoHo, finden sich Antiquitätenläden und Galerien, kleine Boutiquen und Cafés, Kunsthandwerker und Hipsterläden, altehrwürdige Tempel und Talisman-Verkäufer, die an das Geburtsjahr angepasste Glücksbringer verkaufen. SoHo steht dabei für South of Hollywood Road, PoHo heißt ein Stadtviertel rund um die Straße Po Hing Fong. Das chinesische Wort Po steht für „Schatz“ – und Schätze verschiedenster Art kann man in vielen der kleinen Geschäfte hier durchaus finden.

Zwischen Tofupudding und Gadgets: In Sham Shui Po erlebt man einen Hauch des alten Hongkongs

Statt schicker Boutiquen finden sich im Hongkonger Stadtteil Sham Shui Po Straßenmärkte, auf denen verschiedenste Obst- und Gemüsesorten sowie günstige Kleidungsstücke feilgeboten werden. Oder pfiffige Gadgets, Discokugeln und batteriebetriebene Karaokemikrofone. In kleinen, äußerst populären Restaurant werden Reisnudeln mit Sesamsauce verkauft, auch traditionell zubereiteter Tofupudding ist äußerst gefragt. Sham Shui Po, das wir zusammen mit einem einheimischen Guide besuchen, war früher eine Hochburg der Textil-, Reißverschluss- und Knopfindustrie. Als nach der chinesischen Revolution viele Flüchtlinge hier eintrafen, lebten die Menschen überaus beengt  – inzwischen freilich sind etliche Public Housing-Blöcke neu renoviert.

Deutschland: Fachwerk, Salz und dicke Kissen: Auf dreifacher Zeitreise durch Bad Sooden-Allendorf

„Frau Holle“, davon ist Brigitte Jacobi überzeugt, „war keineswegs nur eine die Betten schüttelnde alte Tante, sie hatte vielmehr mythische Kräfte und wurde verehrt.“ Die Stadtführerin hat zum Rundgang durch die Salzstadt Bad Sooden-Allendorf, in deren Nähe Frau Holle gewohnt haben soll, ein dickes weißes Kopfkissen zum Ausschütteln mitgebracht. Weiß war nicht nur der Schnee, der auf die Erde fiel, wenn Frau Holles Kissen geschüttelt wurden. Weiß war auch die Substanz, die Bad Sooden bzw. Sooden und Allendorf einst zu einem reichen Flecken gemacht haben. Salz war lange Zeit das weiße Gold, das den Inhabern der Saline, den Pfännern, zu großem Wohlstand verhalf. Davon zeugen heute noch ein 140 Meter langes Gradierwerk und schmucke Bürgerhäuser mit Fachwerkgiebeln.

Deutschland: Tongabohnen-Stout, Bourbon-Bock und Süßholz-Porter: Bamberger Biersommeliers öffnen ihre Schatzkästchen

Wie begegnet eine der traditionsreichsten Bierstädte Deutschlands, das fränkische Bamberg, der neuen Craft Beer-Welle? Braucht man diese in einer Region überhaupt, die in Sachen Brauereidichte und Brauereivielfalt tatsächlich Weltspitze ist? Und ist das Reinheitsgebot ein wichtiges Qualitätslabel oder im Grunde genommen überholt? Eine Bierreise in die Region Bamberg zeigt die Vielfalt der Spezialmalze beim Walzhersteller Weyermann, sie erschließt die gelungene Symbiose von Landbier und Craft Beer bei der Brauerei Kundmüller – und sie führt auf die Spuren des Bierkriegs im Jahr 1907 und in die Keller von traditionellen Rauchbierbrauereien, die das Malz vor dem Brauen über Buchenholzfeuer räuchern.

Polen: Österreichische Festungen und ein ehemaliges Ghetto als In-Viertel: Mit dem Fahrrad durch Krakau

Eine Kutschfahrt über den Rynek und entlang des ehemaligen Königswegs vom Florianstor zum Wawel, das ist eine Möglichkeit, Krakau kennenzulernen. Wer die Stadt und ihre Umgebung intensiver erkunden möchte, der nutzt stattdessen den Drahtesel. Krakau ist in Sachen Fahrradinfrastruktur zwar kein Amsterdam, doch die Altstadt erschließt sich ausgezeichnet per Rad – und man kann einen Besuch der Innenstadt bequem mit einen Abstecher ins jüdische Viertel Kazimierz und nach Podgórze verbinden. Krakau, das merken Besucher schnell, ist eine Stadt, die Geschichte atmet. Polnische Geschichte, österreichische Geschichte, jüdische Geschichte. Und NS-Geschichte, deren Schrecken zum Beispiel in der früheren Emaillewarenfabrik von Oscar Schindler im Stadtteil Zablocie dargestellt werden.

 

[Home] [Aktuelles] [Australien - Northern Territory] [Deutschland] [Hongkong] [Polen] [Surinam] [Taiwan] [Thailand] [Profil] [Referenzen] [Arbeitsproben] [Impressum] [Archiv]